Frühjahr/Sommer 2010

Die Vermittlung der Hunde ins Ausland führt in unseren Augen zwar zu keiner Lösung des Streunerproblems, würde aber  eine Verbesserung der Lebensumstände wenigstens einiger bedeuten. Bisher war Kefalonia schlecht erreichbar, was sich auch auf die Vermittlung unserer Tiere, negativ auswirkte. Ab Mai 2010 wird die Insel jedoch auch aus Deutschland von AirBerlin wieder direkt von mehreren wichtigen Flughäfen wie Berlin, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, München und Münster angeflogen, so dass  vielleicht doch ein paar Tiere  mehr, als in der Vergangenheit, ausreisen können. Um dies verwirklichen zu können, sind wir aber auf Ihre Hilfe angewiesen. Wir benötigen dringend Flugpaten, die unsere Tiere mit nach Deutschland oder Österreich nehmen. Dies ist mit keinerlei Kosten und/oder Mühen verbunden. Alle Gebühren und auch die Buchung übernimmt der Verein. Interessenten müssen sich lediglich bei uns melden, den Rest erledigen wir. Genaue Informationen über den Ablauf einer Flugpatenschaft finden Sie hier auf unserer Homepage unter „Sie wollen helfen“ – „Flugpaten“. Reisende, die Kefalonia mit dem Auto besuchen und bereit wären, einen unserer Schützlinge auf dem Rückweg nach Österreich oder Deutschland mitzunehmen, wären ebenfalls eine große Unterstützung für uns. Auch hier entstehen keine Kosten und/oder Umwege. Das Tier wird an einem verabredeten Treffpunkt, der auf Ihrer normalen Reiseroute liegt, von seinen neuen Besitzern oder seiner Pflegefamilie abgeholt.

Während der Wintermonate besteht allerdings weiterhin kaum eine Chance auf eine Transportmöglichkeit. Bei der derzeitigen Welpenflut ist das natürlich eine Katastrophe, da weder unser Tierheim noch die diversen Tierschützer und Pflegestellen auf Kefalonia, neue Tiere aufnehmen können. Die steigende Anzahl der Streuner erhöht leider bei der einheimischen Bevölkerung und den Gemeinden alljährlich die Bereitwilligkeit Giftköder auszulegen, um sich des „lästigen Problems“ auf diese Weise zu entledigen. Dieses Sterben ist besonders elend, qualvoll und lange. Die Tiere krepieren regelrecht. Und selbst diejenigen, die diesem grausamen Schicksal entkommen, leiden in den Wintermonaten noch mehr als sonst. Die fehlenden Touristen bedeuten auch weniger Essensabfälle in den Hotels und damit weniger Futter für die Straßentiere. Hunger und daraus resultierende Immunschwächen und Anfälligkeit für Krankheiten sind die logische Folge. Auch für viele unserer Pfleglinge bedeutet die jährlich wiederkehrende Welpenschwemme eine längere Wartezeit. Viele sind auf diese Weise bereits zu Dauerinsassen geworden, denn nur in seltenen Fällen werden Hunde, die älter als zwei Jahre sind, vermittelt.

Neben Sach- und Geldspenden, Flug- und Autopaten sind wir insbesondere auf der Suche nach zuverlässigen und verantwortungsbewussten Pflegefamilien in Österreich und Deutschland, die unseren Tieren bis zu ihrer endgültigen Vermittlung ein gutes und liebevolles Zuhause bieten. Die Chancen auf Adoption erhöhen sich erheblich, wenn die Hunde oder Katzen bereits vor Ort sind. Viele Menschen wollen – was durchaus verständlich ist – nicht die „Katze im Sack kaufen“, sondern ihr künftiges Familienmitglied vorher besuchen und kennenlernen. Unter „Sie wollen helfen“ – „Pflegestellen“ können Sie sich über diese wertvolle Möglichkeit zur Hilfe genau informieren.

Für das kommende Jahr hoffen wir, möglichst vielen unserer Schützlinge zu einem schönen und artgerechten Leben bei lieben Menschen verhelfen zu können. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auf diesem Weg ein Stück begleiten würden. Es gibt viele Möglichkeiten zu helfen, jede ist wichtig und wertvoll und trägt einen großen Anteil am Erfolg.